Drei verschieden designte Lebenslaufvorlagen gefächert dargestellt

Zahlreiche Vorlagen und Tipps
für einen professionellen Lebenslauf

Du möchtest eine überzeugende Bewerbung schreiben und benötigst Hilfe beim Verfassen deines Lebenslaufs? Bei uns findest du kostenlose Vorlagen, anschauliche Beispiele und nützliche Tipps für deinen perfekten Lebenslauf.

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Der Lebenslauf – das Herzstück der Bewerbung

120 Sekunden – das ist die Zeitspanne, in der Personaler heutzutage durchschnittlich eine Bewerbung ansehen. Da diese Zeit natürlich nicht ausreicht, um den gesamten Text des Anschreibens detailliert durchzulesen, scannen Personaler meist nur die Inhalte, die für sie tatsächlich relevant sind, und hierzu zählt vor allem der Lebenslauf. Natürlich ist es dennoch wichtig, dass du dir bei jedem einzelnen Element deiner Bewerbung Mühe gibst – vom Anschreiben über Arbeitsproben bis hin zur kreativen Gestaltung. Dennoch kannst du davon ausgehen, dass dein Lebenslauf am meisten ins Gewicht fällt. Während das Anschreiben dazu dient, Sympathie zu wecken und eine emotionale Note einzubringen, geht es im Lebenslauf vor allem um Zahlen, Daten und Fakten. Hier erfährt der Personaler, welche Qualifikationen du mitbringst und ob du auf dieser Basis zum Unternehmen passt.

Wir haben für dich einen Leitfaden erstellt, wie du in 15 Schritten den perfekten Lebenslauf erstellst, um Personaler zu überzeugen und deinen Traumjob zu ergattern.

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In 15 Schritten zum perfekten Lebenslauf

1. Nimm dir Zeit

Nur weil der Lebenslauf keinen langen Fließtext beinhaltet, heißt das noch lange nicht, dass er „mal eben schnell“ verfasst ist. Wenn du deinen Lebenslauf erstmals erstellst, solltest du unbedingt mindestens zwei bis drei Stunden hierfür einplanen – je nachdem, wie gut du dich mit Design und Formatierung auskennst.

2. Sammle die Inhalte anhand von Überschriften

Was gehört heutzutage eigentlich in einen Lebenslauf? Eine berechtigte Frage, denn häufig sind die Informationen, die zu Schulzeiten für die erste Praktikumsbewerbung vermittelt wurden, nicht mehr aktuell. Grundsätzlich besteht jeder Lebenslauf aus folgenden zentralen Inhalten:

Private Angaben

Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse sind Pflichtangaben im Lebenslauf. Alle anderen privaten Angaben sind freiwillig, d. h., die Staatsangehörigkeit, das Geburtsdatum, die Berufe der Eltern und den Familienstand kannst du aufführen, musst du aber nicht. Dem Arbeitgeber ist es sogar verboten, Bewerber anhand dieser Faktoren zu selektieren. Doch auch wenn du diese Angaben nicht hinzufügen musst, solltest du vor allem in ländlichen Regionen zumindest Alter und Familienstand angeben, da diese Informationen an vielen Standorten zur gängigen Bewerbungspraxis gehören

Schulischer Werdegang

Beim schulischen Werdegang kannst du grundsätzlich mit der weiterführenden Schule beginnen. Die Grundschule zu erwähnen, ist eine veraltete Vorgehensweise, von der du dich getrost verabschieden kannst. Außerdem gehört zum schulischen Werdegang natürlich auch das Studium.

Beruflicher Werdegang

Was hier reingehört, ist eigentlich klar: all deine bisherigen Berufserfahrungen, von Nebenjobs über Vollzeittätigkeiten bis hin zu Praktika.

Kenntnisse und Fähigkeiten

EDV-Kenntnisse sollten in einem modernen Lebenslauf detailliert aufgeschlüsselt sein. Sämtliche Programme, die du beherrscht, solltest du also separat auflisten und jeweils dazu schreiben, wie geübt du darin bist (Grundkenntnisse, ausgezeichnete Kenntnisse etc.). Auch deine Sprachkenntnisse gehören in diesen Teil des Lebenslaufs. Schreibe unbedingt auch das höchste erworbene Sprachlevel dazu (B1, B2, C1 etc.).

Interessen

Hier kannst du deinem Lebenslauf eine persönliche Note verleihen und deine Hobbys aufschreiben. Aber Vorsicht! Aussagen wie „Freunde treffen“, „ins Kino gehen“ oder „shoppen“ gehören in dein Freundschaftsbuch aus der fünften Klasse und nicht in einen professionellen Lebenslauf. Am besten schreibst du auch Interessen auf, die einen gewissen Bezug zu dem Job haben, auf den du dich bewirbst.

Beispiele
Job als Mediengestalter – Interessen: Zeichnen, Fotografie, Theater
Job als Journalist – Interessen: Literatur, Poetry Slams, Reisen

Du solltest versuchen, immer eine körperlich aktive Tätigkeit an eine geistig aktive Tätigkeit zu knüpfen:

Beispiele
Alpinsport – klassische Musik
Kulturreisen – Bloggen

So zeigst du, dass du offen für verschiedene Erfahrungen und sowohl körperlich als auch intellektuell fit bist.

Zusatzqualifikationen

Unter Zusatzqualifikationen fallen beispielsweise IHK-Zertifikate oder Urkunden von Workshops und Fortbildungen, die du besucht hast. Das können auch E-Learning- oder Web-Seminare sein. Am besten gehst du bei der Struktur des Lebenslaufs so vor wie in der Schule beim Schreiben eines Aufsatzes: Erstelle zunächst eine Gliederung mit all den oben stehenden Unterpunkten und liste danach alles auf, was dir zu den einzelnen Aspekten einfällt. Ordnen kannst du die Informationen später immer noch. Wichtig ist erst einmal, dass du keine Qualifikation vergisst und deinen Werdegang vollständig auflistest.

3. Fülle die Lücken im Lebenslauf

Wenn du damit fertig bist, alle Informationen zu sammeln, kommt es häufig unweigerlich zu einer Feststellung, die Besorgnis auf den Plan ruft: eine Lücke im Lebenslauf. Doch wir können dich beruhigen: Heutzutage ist dies absolut kein Problem mehr. Bei einer Lücke bis zu zwei Monaten musst du diese nicht einmal explizit erwähnen, sondern kannst sie ganz subtil unter den Tisch fallen lassen. Für längere leere Zeiträume empfehlen wir dir, ehrenamtlichen Tätigkeiten nachzugehen oder eine Bildungsreise zu unternehmen – beides kommt beim Arbeitgeber stets gut an und wird nicht nur toleriert, sondern in manchen Berufsfeldern sogar erwartet.

4. Suche die grafische Gestaltung aus

Bei der grafischen Umsetzung deines Lebenslaufs sind deiner Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Du solltest dich dabei allerdings an der Branche orientieren, in der du dich bewirbst. Grundsätzlich gilt: Je kreativer der Job, desto kreativer sollte auch der Lebenslauf sein. Logisch. Wenn du dich also bei einer Bank bewirbst, solltest du auf bunte Spielereien verzichten, wenn du dich hingegen bei einer Medienagentur bewirbst, wirkt eine schlichte Bewerbung, die bei der Bank absolut passend wäre, einfach nur öde und langweilig. Mit welchem Programm du deine Bewerbung gestaltest, steht dir vollkommen frei. Adobe Photoshop und Illustrator bieten viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, sind aber auch dementsprechend schwer zu bedienen. Aber keine Sorge: Auch mit Standardprogrammen wie Word kannst du heutzutage einen kreativen Lebenslauf gestalten. Du findest dafür auch zahlreiche verschiedene Vorlagen online oder bei Word direkt.

5. Ordne die Überschriften korrekt an

Wenn du dich für ein Design entschieden hast, kann es mit der korrekten Aufteilung des Lebenslaufs losgehen. Manche Vorlagen geben dir bereits vor, an welche Stelle du welche Informationen setzen solltest. Solltest du dich allerdings für eine klassische tabellarische Struktur entscheiden, kannst du von folgender Reihenfolge ausgehen:

  1. Persönliche Daten
  2. Beruflicher Werdegang
  3. Schulischer Werdegang
  4. Interessen
  5. Kenntnisse

6. Nutze eine einheitliche Datierung

Natürlich gehört zu einer ordentlichen Auflistung auch eine einheitliche Datierung. Grundsätzlich musst du bei jeder Station deines Werdegangs Beginn und Ende angeben. In welcher Form du das Datum darstellst, ob du den Monat ausschreibst oder nicht, steht dir vollkommen frei – Hauptsache ist, du bleibst bei deiner Linie.

Gängige Darstellungsformen sind:
Januar 2016 – Dezember 2018
01/2016 – 12/2018

Oder bis zum jetzigen Zeitpunkt andauernd:
Seit Januar 2016
Seit 01/2016

Seit einigen Jahren ist es üblich, dass die neueste Position an erster Stelle genannt wird und alle anderen Stationen nachfolgen. Deine erste Berufserfahrung steht demzufolge zuunterst.

7. Wähle die richtige Schrift aus

Damit der Personaler deinen Lebenslauf auch gut lesen kann, solltest du auf eine leserliche Schrift achten. So schön manche Kalligraphie-Schriften auch sind – im Lebenslauf sind Arial, Times New Roman, Tahoma oder andere klassische Schriften angebracht. Gerade Zahlen sind bei verspielten Schriften oft schwer lesbar. Auf keinen Fall solltest du eine extra aus dem Internet heruntergeladene Schrift verwenden. Wenn du deine Bewerbung mit einer solchen Schrift online verschickst, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass der Personaler das Dokument nicht öffnen kann oder dass das Format verzerrt wird, weil der Computer des Personalers automatisch eine andere Schrift für die Darstellung auswählt, da er diese spezielle Schriftart nicht kennt.

Wichtig ist auch die Schriftgröße. Bewerbungen werden heutzutage oft online eingeschickt und gar nicht mehr ausgedruckt. Das heißt: Die Schrift muss webgerecht sein. Je nach Schriftart solltest du entweder 11pt oder 12pt als Schriftgröße wählen. Wenn du spezielle Passagen oder Aussagen hervorheben möchtest, solltest du dich für eine Form der Hervorhebung entscheiden. Das heißt, entweder fett, unterstrichen oder kursiv. Wenn du alle drei Versionen in nur einem Dokument verwendest, wird es schnell unübersichtlich und wirkt überladen.

Tipp:
Achte darauf, dass dein Computer nicht zwischendrin automatisch die Schriftart oder - größe anpasst (beispielsweise, wenn du einen Absatz einfügst). Um dies zu vermeiden, solltest du ganz am Ende den gesamten Text markieren und eine einheitliche Schriftart auswählen.

8. Kürze den Lebenslauf bei Bedarf

Dein Lebenslauf ist fertig, aber leider viel zu lang? Je nachdem, in welcher Lebenssituation du dich befindest und für welchen Job du dich bewirbst, kannst du einige Stationen weglassen. Wenn deine Schulzeit schon länger zurückliegt und du so bereits aussagekräftige berufliche Stationen nachweisen kannst, lass deine Schülerpraktika oder Nebenjobs ruhig außen vor. Wenn du keine der Positionen streichen möchtest, kann dein Lebenslauf auch mehrere Seiten umfassen. Bei Bewerbern mit einschlägiger, langjähriger Berufserfahrung sind es in der Regel sogar drei bis vier Seiten. Allerdings solltest du, wenn dein Lebenslauf mehrere Seiten lang ist, darauf achten, dass das Format auf allen Seiten gleich bleibt, und einen Seitenumbruch erst nach einem abgeschlossenen Unterpunkt einfügen.

9. Füge Anhänge bei

Als Alternative zu einem mehrseitigen Lebenslauf kannst du auch eine Projekt- oder Referenzliste als Anhang einfügen. Diese Dokumente geben dir auch die Möglichkeit, detaillierter auf deine bisherigen Erfahrungen einzugehen und einen Überblick über deine individuellen Aufgaben bei deinen bisherigen beruflichen Stationen zu geben. Hierbei bietet es sich an, eine eigene Struktur zu entwickeln, bei der du einheitlich für jede Position auf der Liste dieselben Angaben machst. Das kann zum Beispiel so aussehen:

  1. Arbeit- oder Auftraggeber
  2. Zeitraum der Tätigkeit
  3. Position im Team
  4. Projektinhalte
  5. Projektziel
  6. Projektergebnis

Dem Anhang solltest du im Übrigen auch deine Zeugnisse und Zertifikate beilegen. Wenn du unter Hobbys oder Kenntnisse ehrenamtliche Tätigkeiten oder spezielles Fachwissen angegeben hast, solltest du auch hierfür die entsprechenden Nachweise beifügen, da deine Aussage sonst unglaubwürdig wirkt.

10. Entscheide dich für ein Foto

AEs ist mittlerweile keine Pflicht mehr, die Bewerbung mit einem Lichtbild zu versehen. Bei manchen Stellenausschreibungen wird sogar ausdrücklich darauf hingewiesen, dass kein Bild beizufügen ist. Grund hierfür ist meist, dass das Unternehmen von vornherein eine Diskriminierung aufgrund des äußerlichen Erscheinungsbildes ausschließen möchte. Solltest du allerdings ein Bild anheften wollen, dann achte bei dem Foto insbesondere auf Seriosität. Urlaubsfotos, Selfies oder andere private Bilder sind absolute No-Gos! Am besten lässt du ein professionelles Bewerbungsfoto im Fotostudio machen, denn die Profis dort wissen genau, worauf es ankommt. Verzichte für den Fototermin auf auffälligen Schmuck, zu viel Schminke und freie Haut. Eine Bluse oder ein Hemd ist in jedem Fall eine gute Wahl. Und denk daran: Das wichtigste Accessoire auf dem Bewerbungsfoto ist und bleibt ein strahlendes und offenes Lächeln.

In einigen Designvorlagen ist die Position für das Bewerbungsfoto bereits vorgegeben. Ist dies nicht der Fall, solltest du es rechts oben in der Ecke der Seite positionieren.

11. Setze Datum und Unterschrift auf die Bewerbung

Am unteren Rand der Bewerbung solltest du das aktuelle Datum einfügen, damit der Personaler sieht, dass der Lebenslauf auch wirklich auf dem neuesten Stand ist und du nicht den alten Lebenslauf deiner letzten Bewerbungsrunde gesendet hast. Auch die Unterschrift gehört an diese Stelle der Bewerbung. Solltest du deine Bewerbung digital versenden, kannst du deine Unterschrift ganz einfach digital erstellen oder einscannen.

12. Speichere die Datei im richtigen Format ab

Eine Bewerbung solltest du immer als PDF-Datei versenden. Achte also unbedingt darauf, die Datei umzuwandeln, denn in Word werden Dokumente standardmäßig als DOC-Datei, DOCX-Datei oder DOCM-Datei abgespeichert.

13. Oder versende die Bewerbung per Post

Für den Fall, dass du deine Bewerbung nicht digital, sondern traditionell auf dem Postweg verschickst, solltest du sie auf einem hochwertigen Papier ausdrucken. Anschließend fügst du sie, zusammen mit deinen anderen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben und Anlagen), in eine Bewerbungsmappe ein.

Tipp: Solltest du dich bei einem Unternehmen in deiner unmittelbaren Umgebung bewerben, kommt es gut an, die Bewerbung persönlich abzugeben. So bekommst du auch gleich einen ersten kleinen Eindruck von deinem potenziellen neuen Arbeitgeber und kannst mit einer sympathischen Ausstrahlung Punkte sammeln.

14. Aktualisiere den Lebenslauf regelmäßig

Wenn du vorausschauend handeln möchtest, kannst du deinen Lebenslauf regelmäßig aktualisieren, auch wenn du gerade nicht auf Jobsuche bist. Gerade Dokumente wie die Referenz- und die Projektliste sind im Nachhinein oft schwer nachvollziehbar. Du kannst also jedes Mal, wenn du ein neues Projekt abgeschlossen hast, deine Liste erweitern und vergisst so auch keine Aktivität, wenn es in die nächste Bewerbungsrunde geht.

15. Bleib am Ball

Manchmal lässt die Antwort auf eine Bewerbung auf sich warten – das heißt aber nicht, dass du eine Absage erhalten wirst! Genauso gut kann es sein, dass die Anzahl der Bewerber so groß war, dass die Personaler noch nicht alle Bewerbungen sichten konnten. Wenn du nach einigen Wochen immer noch keine Rückmeldung erhalten hast, lass den Kopf trotzdem nicht hängen. Werde lieber aktiv und frage mit einer höflichen E-Mail oder einem Anruf nach, ob deine Bewerbung eingegangen ist. Auf keinen Fall solltest du allerdings drängen und Druck machen. Eine freundliche Nachfrage hingegen wirkt engagiert und interessiert und bleibt dem Unternehmen positiv in Erinnerung. Und sollte es tatsächlich nicht klappen: Lass dich nicht unterkriegen! Die nächste Chance kommt mit Sicherheit!